Montag, 7. Oktober 2013

[Rezension] Artemis Fowl: Der Geheimcode - Eoin Colfer







Dritter Band der Artemis-Fowl-Reihe
Verlag: List (2004)
Preis: 8,99€
Taschenbuch
Seiten: 322
ISBN: 978-3-548-60485-5







Inhalt

Die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein: Artemis' Vater kommt bald wieder nach Hause, seine Mutter ist wieder gesund und er hat gerade mit Hilfe der unterirdischen Technologie einen kleinen Würfel gebaut, der ein wahres Wunder ist und mit dem man die Welt beherrschen kann.
Natürlich macht man am besten Geld damit dadurch, dass man dem neurotischen Boss einer sehr erfolgreichen Firma ein Angebot macht, dass er eigentlich nicht abschlagen kann. Doch dieser Boss ist dermaßen erfolgvernarrt, dass er alles dafür tut, dass der Würfel in seine Hände gerät und so gerät auch das Erdvolk in Gefahr...


Eindrücke


Auch diesmal konnte mich Colfer mit einer weiteren Geschichte um Artemis Fowl und das Erdvolk überzeugen! Wieder heckt Artemis einen intelligenten Plan aus, um das Vermögen der Fowls zu vergrößern und konstruiert einen Würfel, den C Cube, der dem jetzigen technischen Stand der Menschen weit überlegen ist. 
Um damit auch ein bisschen Geld zu verdienen, trifft er sich mit dem Boss einer einflussreichen Firma, doch das Treffen läuft nicht wie geplant.

Ich muss sagen, ich bewundere Colfers Gespür für das Realistische und mich fasziniert seine Art, wie er es mit dem Fantastischen verbindet. Artemis wirkt dadurch, dass nicht immer alles glatt läuft, obwohl er alles genau durchkalkuliert, plant und minutiös durchdenkt, sehr menschlich und sympathisch. Im Laufe des Buches erlebt man mit, wie er sich als Junge weiter entwickelt und welche Schwierigkeiten ihn langsam erwarten. Mit ihm darf man sicher sein, dass etwas abenteuerliches und überraschendes passieren wird!

Die Geschichte hat mir sehr gefallen, vor allem, dass es nicht darum geht, dass Artemis sich gegen das Erdvolk stellt, sondern eigentlich ein eigenes Projekt startet und dann aber mit ihm zusammenarbeiten muss.
Das Ende fand ich etwas traurig und unerwartet und hat auf jeden Fall auf den nächsten Band gespannt gemacht.
Was ich bei den Artemis-Büchern im Allgemeinen sehr toll finde, ist, dass man sie sehr schnell durchlesen kann, zwar nicht sooo anspruchsvoll sind, aber dennoch superschöne, spannende und ereignisreiche Lesestunden bescheren! 


Fazit

Ein toller dritter Band, der spannend erzählt ist, in dem man viel erlebt und der Lust auf die nächsten Bände macht!


Reihe

Artemis Fowl 1: Artemis Fowl
Artemis Fowl 2: Die Verschwörung

Artemis Fowl 4: Die Rache
Artemis Fowl 5: Die verlorene Kolonie
Artemis Fowl 6: Das Zeitparadox
Artemis Fowl 7: Der Atlantis-Komplex
Artemis Fowl 8: Das magische Tor


Was mögt ihr an Artemis?


Bis bald,

Eure Anne

Sonntag, 6. Oktober 2013

[Rezension] Die andere Seite - Alfred Kubin


 




Verlag: Suhrkamp (2009, orig. 1908)
Preis: 25,00€
Gebunden
Seiten: 308
ISBN: 978-3-518-22444-1









Inhalt

Eines Tages bekommt er von jemandem Besuch, der ihm sagt, dass sein alter Schulkamerad Claus Patera ihn in sein Traumreich einlädt um dort zu leben. Anfangs ist der Erzähler ein wenig skeptisch, lässt sich schlussendlich aber dennoch davon überzeugen mit seiner Frau in die Hauptstadt Perle zu ziehen. Hier begegnet ihm eine vollkommen andere Welt, die in der Vergangenheit lebt und dem Alten und Verbrauchten Wert zuschreibt. Es stellt sich heraus, dass das Reich einem Überwachungsstaat gleicht und Patera der unangefochtene Herrscher ist. Doch dann kommt der Amerikaner Bell ins Reich, der sich gegen den mysteriösen Patera wehrt und ihn stürzen will. In seinem Eifer gleicht er mehr und mehr einem Diktator und die Grenzen zwischen Gut und Böse schwinden immer mehr im apokalyptischem Kampf um die Herrschaft.


Eindrücke

Die andere Seite ist Kubins erster und einziger Roman. Eigentlich war der Autor Künstler und Illustrator und im Buch selbst finden sich verschiedene Zeichnungen von ihm, die die Stimmung und Atmosphäre der Handlung sehr gut wiederspiegeln.  

Die Gesellschaft innerhalb der Grenzen des Traumreiches, die Kubin beschreibt, ist einerseits sehr interessant und andererseits sehr befremdlich. Sie unterscheidet sich in vielen Punkten von den heute beliebten Dystopien in der Weise, dass der Protagonist selbst nicht aktiv gegen das System kämpft, sondern sich damit arrangiert und zusieht, wie es von einem Amerikaner in die Apokalypse gestürzt wird. 

Der Protagonist selbst erhält keinen Namen, wodurch man sich sehr gut in seine Gefühlswelt hinein versetzen konnte. In einigen Situationen war er mir aber doch rätselhaft, etwas zu unentschlossen und in seinen Gedankengängen nicht stringent genug, als dass ich eine besondere Beziehung zu ihm hätte aufbauen können. Fasziniert hat mich aber wie gut es Kubin geschafft hat, die Verzweiflung und Ratlosigkeit des Hauptcharakters darzustellen. Gerade in der Zeit, als Bell anfängt Unruhe zu stiften und alles aus den Fugen gerät, bittet er Patera um Hilfe und man erkennt, wie sehr er an dem Reich hängt, das ihm eigentlich so viel genommen hat.

Patera selbst ist ein passiver Protagonist, denn er erscheint nicht selbst und hält sich im Hintergrund. Auch diesen Aspekt fand ich sehr interessant, denn dadurch tritt er in eine gottähnliche Rolle, weil er als unantastbarer Schöpfer auftritt. Er lässt dem Geschehen seinen Lauf und dennoch rettet er auf eine bestimmte, wenn auch auf absurde Weise, seine Bürger. 

Was ich als sehr intelligent dargestellt empfand, war die Entwicklung des Guten und des Bösen. Anfangs ist das Traumreich noch neu, interessant und abenteuerlich und je mehr man es kennen lernt, desto mehr fühlt man sich beengt von karikaturesken Persönlichkeiten und den diktatorischen Zügen der Gesellschaft. Bis Bell auftritt, kann man Patera einfach nicht einschätzen. Bell, der reiche, extravagante Amerikaner, der viel Geld dafür zahlt, um in das Traumreich aufgenommen zu werden, ist sehr stereotypisch, eitel und von sich selbst mehr als nur überzeiugt. Von Anfang an war er mir unsympathisch und viel zu aufbrausend, arrogant und auch ignorant. In diesem Moment war ich mir schon nicht mehr sicher auf wessen Seite ich stehen soll und ob es nicht vielleicht doch Patera ist, der eigentlich im Interesse seiner Bürger handelt. So verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen dem was gut ist und dem Schlechten und schlussendlich zeigt Kubin damit, dass das meiste relativ ist und verspottet in gewisser Weise den Kapitalismus.


Fazit

Das Werk ist ein sehr phantastisches Buch (in beiden Sinnen), denn es verbindet viele schöne, phantasievolle Elemente mit tollen Bildern und düsterer Atmosphäre und bildet gleichzeititg eine Satire auf den Kapitalismus und die Gier. 
Ich glaube nicht, dass das Genre der Satire für jeden etwas ist, weil es grundsätzlich sehr schwierig ist, es umzusetzen und noch schwieriger es gut umzusetzen, aber mir hat Kubins Werk sehr gut gefallen und es ist auf jeden Fall ein Muss für alle Dystopienfans!




Mittlerweile hat der Rowohlt Verlag das Buch als Taschenbuch herausgegeben.

Mögt ihr satirische Werke?



Bis bald,

Eure Anne

[Leseliste] Oktober 2013


Meine liebsten LeserInnen!

Heute möchte ich euch meine Leseliste für diesen Monat präsentieren:



Das Spiel des Engels - Carlos Ruiz Zafón
Die Flammende - Kristin Cashore
Gottes Werk und Teufels Beitrag - John Irving
Die Karte der Welt - Royce Buckingham
Ein Wispern unter Baker Street - Ben Aaronovitch
Der Sternwanderer - Neil Gaiman
Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren - Sarah N. Harvey
Sternentochter - Anna Valenti (e-Book)

Das Buch von Sarah N. Harvey habe ich im Rahmen einer Blogger-Aktion vom dtv-Verlag zugeschickt bekommen und Sternentochter ist ein e-Book, an das ich über BloggDeinBuch gekommen bin. Auf diese beiden bin ich schon sehr gespannt! :)
Im Moment lese ich Das Spiel des Engels und komme leider nur schwer voran, was aber nicht am Buch liegt, sondern daran, dass derzeit viel los ist.

Bald beginnt ja auch wieder die Uni und da ich meinen Master nun an einer anderen Uni mache, muss ich mich hier erst einmal einfinden und -leben. Ich bin schon sehr gespannt, wie es wird und wie mir der Studiengang gefällt. :)

Was habt ihr euch für diesen Monat vorgenommen zu lesen?


Bis bald,

Eure Anne

Donnerstag, 3. Oktober 2013

[Rückblick] September 2013


Hallo meine Bücherliebhaber!

Und wieder ist ein Monat um. Aaahh, wie schnell die Zeit vergeht!
Diesen Monat bin ich mit meiner Statistik sehr zufrieden. Ich bin teilweise etwas von meiner Leseliste abgewichen und einige Rezensionen stehen noch aus (in letzter Zeit hinke ich damit etwas hinterher, tut mir leid!), was ich hoffentlich bald nachholen werde.

 
Das war die Liste, die ich mir für diesen Monat vorgenommen hatte:



Die andere Seite - Alfred Kubin
Rumo - Walter Moers
Silhouette - Thalia Kalkipsakis
In einer anderen Haut - Alix Ohlin
Artemis Fowl: Der Geheimcode - Eoin Colfer
Artemis Fowl: Die Rache - Eoin Colfer
Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie - Eoin Colfer
Artemis Fowl: Das Zeitparadox - Eoin Colfer
The Einstein Girl - Philip Sington
Seide - Alessandro Baricco 
Wasser für die Elefanten - Sara Gruen
Wie ein einziger Tag - Nicholas Sparks 
Der Name der Rose - Umberto Eco

Ich habe ein paar Bücher gelesen, die ich schon seit einiger Zeit vor mir her schiebe und immer wieder unterbrochen habe, teils, weil es ein Unterwegs-Buch war oder weil ich eine Pause vom Buch gebraucht habe.


Bücherkonto



Guthaben
-29,29€
Gelesene Bücher
+21,00€
Für jede Seite über 2500
+13,97€
Abzug für gekaufte Bücher
-16,00€
Neues Guthaben
-10,32€
 
Ich konnte einfach nicht anders, als mir den zweiten Band der Dämonenreihe (oder auch Arlenreihe) von Brett zu holen! :D


Neuzugänge

Night School 1: du darfst keinem trauen - C.J. Daugherty (e-Book)
Night School 2: Der den Zweifel sät - C.J. Daugherty (e-Book)
Wie ein einziger Tag - Nicholas Sparks (e-Book)
Zwischen den Welten: Daughter of Smoke and Bone - Liani Taylor (e-Book)
Als Gott ein Kaninchen war - Sarah Winman
Dämonenreihe 2: Das Flüstern der Nacht - Peter V. Brett
 
[RE] Sternentochter - Anna Valenti
[RE/ Blogger-Aktion] Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren - Sarah N. Harvey


Challenge-Fortschritt

Rory-Gilmore-Reading-Challenge
1 vorgenommen, 1 gelesen
Stand: 30 von 330

Wir lesen dicke Dinger-Challenge
1 vorgenommen, 1 gelesen
Stand: 1

Dystopien-Challenge (geschafft)
 1 vorgenommen, 1 gelesen
neuer Stand:12 gelesene Dystopien (10 mind.)

Chaos-Challenge again (geschafft)
 2 vorgenommen, 2 gelesen
neuer Stand: 22 von mind. 20, max. 35

77 Bücher im Jahr 2013
10 gelesene Bücher
neuer Stand: 50 von 77



Dieser Monat lief ganz gut, auch wenn ich damit gerechnet habe, dass es weniger wird. 

Seid ihr zufrieden mit eurem Lesemonat?


Bis bald,

Eure Anne