Montag, 21. April 2014

[Rezension] Tagebuch - Anne Frank







Verlag: dtv
Preis: 7,95€
Taschenbuch
Seiten: 316
ISBN: 978-3-596-15277-3









Inhalt

An ihrem dreizehnten Geburtstag bekommt Anne ein Tagebuch geschenkt, in das sie von da an regelmäßig ihre Gedanken und Erfahrung schreibt.
Als jüdische Famile in Amsterdam während des zweiten Weltkriegs lebend, muss Familie Frank kurz nach Annes Geburtstag 1942 in einem Hinterhaus zusammen mit einer anderen Familie ein Versteck aufsuchen, um von den Nationalsozialisten nicht deportiert zu werden.
Am 04.August 1944 werden alle acht Versteckten von der "Grünen Polizei" mitgenommen und in verschiedene Lager gebracht, wo bis auf Annes Vater alle den Tod finden.


Eindrücke

Ich möchte keine wirkliche Bewertung des Buches abgeben, weil es ein persönliches Tagebuch ist und die Gedanken sowie Gefühle einer Jugendlichen wiederspiegelt. Was soll man denn daran kritisieren?

Annes Tagebuch hat mich aber dennoch sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Darüber, was Krieg aus den Menschen macht, wie hilfreich Einfallsreichtum und Genügsamkeit sein können und wie es auch in Ausnahmesituationen irgendwie Normalität gibt. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie improvisiert wurde und welchen Herausforderungen sich ihre Familie stellen musste und mit welchen Ängsten sie zum kämpfen hatte. 
Auch wenn es rege Debatten darüber gibt, inwieweit das Tagebuch echt ist, kam es mir sehr realistisch vor. Weil Anne nur eine Jugendliche auf der Suche nach sich selbst, mit Hoffnungen, Illusionen, Visionen und Plänen, ist, erhält man kein vollständiges und auch nicht immer rationales Bild der Situation und damaligen Umstände, aber gerade das macht es spannend. Was fühlt man, wenn man sich einerseits darüber im Klaren sein muss, dass das Leben jeden Moment zu Ende sein kann, andererseits aber dennoch Zukunftspläne schmiedet?

Annes Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, jedoch fand ich ihn an manchen Stellen etwas anstrengend.


Fazit

Dieses Buch sollte man wirklich gelesen haben, weil es einem zeigt, dass diejenigen Dinge, die wir heute als wichtig erachten, die vollkommene Aufmerksamkeit vielleicht doch nicht wert sind. Außerdem bekommt man eine erste Idee davon, wie es ist mitten im Krieg zu sein...



Bis bald,

Eure Anne

Kommentare:

  1. Oh Gott, ich musste ständig total weinen bei dem Buch, weil alles so furchtbar ist. Wer weiß, was aus Anne geworden wäre, wenn sie eine Chance gehabt hätte. Und natürlich aus all den anderen Toten, die so unnötig gestorben sind.

    Es gibt wirklich Debatten, die die Echtheit des Tagebuchs anzweifeln? Also, ich weiß, dass die veröffentlichte Fassung von Annes Vater zensiert worde ist und er Teile, die er für zu persönlich hielt, entfernt hat. Mittlerweile sind die wohl auch bekannt, aber ich habe sie noch nicht gelesen. Dass allerdings alles unecht sein soll, habe ich noch gar nicht mitbekommen o.O

    Liebe Grüße
    MelMel

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    1. Ja, es gibt tatsächlich immer wieder Leute, die behaupten, dass Anne Frank nicht existiert hat oder dass das Tagebuch nicht echt sei... Mittlerweile ist man sich aber sicher, dass es echt ist und dass es Anne wirklich gegeben hat.
      Die ganze Sache ist wirklich traurig, der Holocaust, Judenverfolgungen, überhaupt dieser nationalistische Hass allem Gegenüber, was irgendwie als fremd definiert wird... und dann natürlich auch, dass man diesen Menschen selbst ihr Andenken nehmen will, durch Verleugnungen etc.
      Ich habe mich oft gefragt, wie man solchen Gedanken folgen und wie man Menschen derart klassifizieren kann... Es sind so viele Fragen, die immer noch offen sind und die wahrscheinlich nie ganz beantwortet werden können...

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  2. Liebe Anne,
    tolle Buchbesprechung :) Hat mir sehr gut gefallen.
    Bei mir ist es schon eine Weile her, dass ich das Tagebuch der Anne Frank gelesen habe, dennoch kann ich mich an viele Textstellen erinnern. Das Ende ist so traurig, dass sie es beinahe geschafft hätte, aber es dann doch nicht gereicht hat. Ich war so frustriert auf das Leben und die Ungerechtigkeit.
    Ein sehr emotionales Buch.

    Liebe Grüße,
    Carly

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    1. Hi Carly,
      das freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat! :)
      Emotional ist das Buch in jedem Fall! Wer hier nicht ins Nachdenken kommt, den könnte ich nicht verstehen und ich fände das unglaublich schrecklich!
      So ein Buch lässt einen auch nicht mehr einfach so los...
      Liebste Grüße,
      Anne

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  3. Huhu,

    ich muss gestehen, dass ich das Buch noch nicht gelesen habe, ABER es steht auf meinem Wunschzettel, weil ich wie du finde, dass man es unbedingt lesen sollte!

    Aber ich glaube auch, dass man es eigentlich nicht richtig bewerten kann. Trotzdem danke, dass du nochmal an das Buch erinnert hast :)

    LG,
    Svenja

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    1. Hi Svenja,
      lesen musst du das Buch auf jeden Fall! Es hat auch viele Momente, die fröhlich und hoffnungsvoll sind, alltäglich.
      Ich bin gespannt, welche Gedanken du dazu haben wirst! :)

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Ich habe das Buch auch noch nicht gelesen, habe es aber zuhause und werde es sicher mal lesen.
    Liebst, Emme ♥

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    1. Liebe Emme,

      ich finde, man muss sich schon psychisch drauf einstellen, auf das, was man lesen wird, wenn man es sich vornimmt. Auch wenn es nicht durchgehend negativ ist, ist es doch ziemlich hart!
      Auch deine Gedanken zu dem Buch machen mich neugierig!

      Liebste Grüße,
      Anne

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